Fehler beim Nähen, die du getrost im alten Jahr lassen kannst

by Jan. 10, 2026Kreativität & Lifestyle, Nähtechnik, Stoffe

Neues Jahr, neue Naht, neues (Näh-)Glück!

Warum Nähen der schönste Neuanfang ist

Die Kalender sind frisch, die guten Vorsätze noch jung … und deine Finger warten schon kribbelig darauf, kreative Projekte zu nähen? Egal, ob du schon ein paar Stiche ausprobiert hast oder noch nie genäht hast: Jetzt ist die perfekte Zeit für deinen kreativen Neustart!

Dein kreativer Neustart

Das neue Jahr fühlt sich an wie ein leeres Blatt, und was könnte schöner sein, als es mit kreativen Ideen zu füllen? Nähen ist einfach magisch, denn mit jedem Stich entsteht etwas Neues, etwas Einzigartiges, das es vorher so noch nicht gab.

Warum ich das Nähen liebe

Weil es so viel mehr als nur Stoff und Faden ist.

Nähen ist wie ein kleiner Reset-Knopf für Herz und Kopf. Jeder Stich ist ein Schritt in Richtung Selbstvertrauen, Kreativität und Freiheit. Es ist nicht nur Handarbeit, sondern auch Herzensarbeit. Denn es schenkt dir Momente der Ruhe, Konzentration und Freude – und ja, manchmal auch ein bisschen Chaos und Schweißtropfen. Aber auch das gehört dazu! Wo gehobelt wird, fallen schließlich Späne!

Mit jedem fertigen Teil wächst nicht nur die Liste der selbst genähten Teile, sondern auch dein Stolz, etwas selbst gemacht zu haben – und manchmal auch der Stapel an Stoffresten. Aber hey, daraus zaubern wir später etwas Cooles!

Fehler und Fallen beim Nähen, die du getrost im Jahr 2025 zurücklassen kannst

Beim Nähen ist es ganz wichtig, dass du Fehler machen darfst. Denn Nähen ist kein Wettkampf um Perfektion, sondern ein Abenteuer!

Fehler passieren, egal ob du Anfänger oder Fortgeschrittener bist. Die Frage ist: Was machen wir damit?
Wir sagen „Danke“, dass wir wieder etwas lernen durften, und starten von Neuem!

Und was gibt es Besseres als ein neues Jahr, um mit frischer Energie wieder loszulegen und dabei alte Nähgewohnheiten über Bord zu werfen?

Deshalb kommt hier meine Liste mit Nähfehlern, die wir gleich mal im alten Jahr lassen:

1. Die Angst vor dem ersten Schnitt

Du hast den Stoff gekauft, ihn gestreichelt und bewundert. Und dann liegt er unberührt da und wartet. Aus Angst, ihn zu verhunzen, traust du dich nicht, die Schere anzusetzen. Trau dich! Stoff wird vor allem dann verschwendet, wenn er nur im Regal liegt und nicht verarbeitet wird! Wenn du auf Nummer sicher gehen willst: Nähe dein Projekt einmal vorab als Test aus einem günstigen Material. Je nachdem, was du nähst, kannst du dafür zum Beispiel alte Bettwäsche verwenden.

2. Die Perfektionismus-Falle beim Nähen

Ja, Genauigkeit ist superwichtig beim Nähen. Dem kann ich nur zustimmen! Und gleichzeitig braucht es eine gute Balance zwischen Genauigkeit und übertriebener Perfektion, damit dir der Spaß nicht vergeht.

Manchmal lohnt es sich, kleine „Ausrutscher” einfach zu lassen oder sie kreativ zu verstecken. Oft fallen „Notlösungen“ gar nicht so sehr auf, wenn du sie „gewollt“ aussehen lässt. Und mancher „Patzer“ ist ohnehin nur für dich sichtbar, weil du es weißt. Schummeln ist also ab und zu mal erlaubt!

Stoffe und Zutaten zum Nähen

3. Das Horten von Stoffen

Ja, das ist eine gängige Begleiterscheinung des Nähfiebers … Aber seien wir ehrlich: Stoffe werden, anders als Weine, durch Lagerung einfach nicht besser. Verbrauche, was du hast, und kaufe Stoffe und Zutaten gezielt für Nähprojekte! Das spart Geld und Platz! Achte außerdem darauf, wie du die Stoffe, die du schon hast, lagerst. Materialien wie Seide, Samt oder Kunstleder sollten nicht gefaltet, sondern gerollt aufbewahrt werden!

4. Die „Ich brauche alles“-Falle

Solange du keinen Kurzwarenladen eröffnen willst, brauchst du weder sämtliche Sorten und Arten von Nähmaschinennadeln noch ein riesiges Sortiment an Garnen in allen möglichen Farben und Stärken. Auch bei Nähzubehör wird uns oft eingeredet, dass wir es fürs Nähen unbedingt brauchen. Es gibt zweifellos tolle Dinge, die uns das Nähen erleichtern. Aber vieles ist auch Geldmacherei.

Auch hier gilt wie bei den Stoffen: Weniger ist mehr! Kaufe projektbezogen und überlege genau, welches Zubehör dir das Nähen tatsächlich erleichtert und ob du es oft nutzen wirst.

5. Das „Ich bin nicht kreativ genug“-Mantra

Rede dir auf keinen Fall ein, du seist nicht kreativ genug. Allein das Aussuchen und Zusammenstellen der Stoffe, Zutaten und Verarbeitung ist ein kreativer Prozess: Kontrast oder Ton in Ton, Colorblocking oder monochrom, schlicht oder extravagant, die Nähte nur gebügelt oder doppelt abgesteppt,…

Du wirst sehen: Je mehr du nähst, desto kreativer wirst du! Denn mit zunehmender Übung und Erfahrung wächst auch das Vertrauen und der Mut, Neues auszuprobieren.

Also, einfach mal machen – könnte ja gut werden!

6. Der Kauf von Billigmaterial

Reißverschlüsse aus der Wühlkiste, Garn vom Discounter … Was soll ich sagen … Sicher kennst du den Spruch: „Wer billig kauft, kauft zweimal!”

Investiere stattdessen von Anfang an in gutes Material, egal, ob es sich um eine Nähmaschine oder Zutaten handelt. Das spart dir Zeit, Frust und am Ende auch Geld!

Schnittmuster fürs Nähen

7. Das Übergehen von Schnittmuster-Anleitungen

„Ich frage nicht nach dem Weg, also lese ich auch keine Anleitung.“ Oder: „Ach, das geht schon. So etwas Ähnliches habe ich ja schon mal genäht …“ und dann einfach drauflos nähen?

Anleitungen zu lesen ist kein Zeichen von Unsicherheit oder Unwissenheit, sondern von vorausschauendem Nähen und guter Planung.

Deshalb: Lieber einmal mehr geschaut, als falsch vorbereitet oder sogar falsch zugeschnitten …

8. Hektisches Nähen

Nach dem Motto „Das mache ich eben schnell so …“ kann es auch schnell schiefgehen. Die Grundlage für gute Ergebnisse und sauberes Nähen ist eine gute Vorbereitung.

Nimm dir deshalb die Zeit, dein Projekt gut vorzubereiten. Zeichne genau an, nimm dir viel Zeit für den Zuschnitt und stecke oder hefte deine Nähte. Eine gute Vorbereitung spart oft mehr Zeit als das spätere Ausbessern von Nähfehlern.

Dampfbügeleisen

9. Falsch oder gar nicht bügeln

Du hasst Bügeln? I’m so SORRY, aber hier kommt eine schlechte Nachricht: Beim Nähen kommst du ums Bügeln nicht herum! Es heißt nicht umsonst: Gut gebügelt ist halb genäht!

Bügeln ist ein wichtiger Arbeitsschritt beim Nähen und es kann einen großen Unterschied machen. Dabei meine ich nicht nur das Bügeln am Schluss. Manche Profis sagen:  „Eine Naht – ein Gang zum Bügelbrett!”

Viele Nähte lassen sich nämlich zum Schluss einfach nicht mehr gut bügeln, weil du nicht mehr gut rankommst oder sich das Teil nicht mehr gut flach hinlegen lässt. Außerdem erleichtert das Bügeln der Nähte oft den nächsten Nähschritt. Wichtig: Abgesehen von der richtigen Temperatur spielt auch die Feuchtigkeit eine große Rolle. Nach dem Bügeln mit Dampf solltest du noch einmal trocken über das Teil bügeln, damit keine Restfeuchte im Stoff bleibt!

10. Fehlende Geduld beim Auftrennen

Hektisch oder wütend auftrennen? Das ist keine gute Idee! Hier ist deine besondere Aufmerksamkeit und dein Fingerspitzengefühl gefragt. Bei dunklen Stoffen benötigst du zudem besonders viel Licht.

Nimm dir Zeit! In der Ruhe liegt die Kraft. Geduld und Vorsicht zahlen sich aus.

11. Die Pflege der Nähmaschine auslassen

Staub, Fussel, abgenutzte Nadeln … Auch deine Nähmaschine braucht regelmäßige Pflege, damit du lange Freude an ihr hast. Saug den Staub regelmäßig heraus (Saugen ist besser als Pusten!) und wechsle die Nadeln! Merke dir dafür folgende Faustregel: Nach acht Stunden Nähzeit hat deine Nähmaschine eine neue Maschinennadel verdient.

Und ganz wichtig: Wenn du kein Maschinentechniker bist, bringe deine Nähmaschine gelegentlich zur Wartung. So ein Wellnessprogramm tut deiner Maschine gut, und sie wird es dir danken.

12. Social-Media-Stress statt Inspiration

Du scrollst durch Pinterest und Instagram und siehst perfekte Nähprojekte. Plötzlich fühlst du dich total unter Druck gesetzt, genauso kreativ, produktiv oder erfahren sein zu müssen.

Dann lautet das Motto: Lass dich inspirieren, statt stressen!

Jeder näht in seinem eigenen Tempo und bringt andere Näherfahrungen mit. Das Nähen soll dir Spaß machen und dir zeigen, wie du mit jedem Projekt etwas dazulernst, statt in einen Wettkampf auszuarten.

13. Projekte zusagen, die du gar nicht nähen willst

„Du nähst doch. Ich hätte da nämlich eine Hose zum Kürzen …“

Du sagst zu Nähwünschen aus dem Freundeskreis oder der Familie „Ja“, bist am Ende aber mehr gestresst und genervt als begeistert? Nur weil du es nähen kannst, heißt das nicht, dass du es auch machen musst!

Hör auf dein Bauchgefühl! Nähe nur das, was dir wirklich Spaß macht, und sage freundlich „Nein“, wenn du keine Lust auf ein Projekt hast. Deine Zeit und Kreativität sind wertvoll!

Und ja: „Nein“ ist ein vollständiger Satz!

Angst vorm Nähen

14. Die Angst vor der Nähmaschine

Du möchtest gerne nähen, hast aber großen Respekt vor der Nähmaschine? Keine Angst, sie will wirklich nur nähen und ist viel harmloser, als sie aussieht. 😉

Für den ersten Schritt musst du weder alles wissen noch alles können. Du brauchst nur ein bisschen Mut. Dabei ist die Bedienungsanleitung deine beste Freundin!  (Auch ich lese mir bei neuen Nähmaschinen erst einmal die Anleitung durch, obwohl ich schon viele benutzt habe.)

Und dann: Trau dich! Starte mit einem einfachen Projekt!

In meinem kostenlosen „Nähstart-Plan in 10 Minuten“ erfährst du, welche Stoffe und Nähprojekte für den Anfang geeignet sind, worauf du getrost verzichten kannst und wie du mit Leichtigkeit loslegst.


Wenn du dir also für das neue Jahr vorgenommen hast, endlich mit dem Nähen anzufangen, dann geht es hier zum Nähstart-Plan für deinen kreativen Neustart.

Lass die Fehler hinter dir und freu dich auf neue Näh-Abenteuer!

Das neue Jahr ist wie ein neuer Stoff: voller Möglichkeiten und Chancen, etwas ganz Eigenes zu schaffen und Neues zu lernen. Feiere jeden Stich, lerne aus kleinen „Hopplas” und genieße die Freude am Selbermachen.

Mach 2026 zu deinem Nähjahr, entdecke die Magie des Nähens, und lass uns gemeinsam mit Leichtigkeit, Neugier und einer Prise Humor in neue Nähabenteuer starten!

Falls du noch nicht weißt, was du als Nächstes nähst, frag doch mal mein Näh-Orakel auf Instagram. Ich bin gespannt, was dir das Orakel voraussagt! 😉

Auf ein wunderbares Nähjahr 2026!

Alles Liebe,
deine Birgit

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